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Digitalradio Aktuell

Spanien beschließt Wechsel von DAB zu DAB+

Ausgabe vom Donnerstag, 5. November 2026

Spanien treibt die Digitalisierung des terrestrischen Hörfunks voran. Die Regierung hat den offiziellen Wechsel vom bisherigen DAB-Standard zu DAB+ beschlossen. Betroffen ist insbesondere das öffentlich-rechtliche Radioangebot, während zahlreiche kommerzielle Multiplexe bereits seit längerer Zeit DAB+ nutzen.

Zunächst soll die Umstellung für landesweit verbreitete Radioprogramme verpflichtend werden. Regionale und lokale Veranstalter können vorerst freiwillig wechseln. In einem weiteren Schritt sollen die autonomen Gemeinschaften eigene Zeitpläne festlegen, nach denen auch die übrigen Programme vollständig auf DAB+ umgestellt werden.

Bestehende Sendernetze können weiter genutzt werden

Für den Wechsel sind nach Angaben der spanischen Regierung keine neuen Sendernetze erforderlich. Die vorhandene Infrastruktur kann weiterbetrieben werden. Notwendig ist lediglich eine Anpassung der Übertragungstechnik.

RTVE erhält Ausbauauflagen

Auch der öffentlich-rechtliche Rundfunk RTVE muss seine digitale Reichweite deutlich vergrößern. Innerhalb von 30 Monaten soll eine Bevölkerungsabdeckung von 80 Prozent erreicht werden. Darüber hinaus müssen 70 Prozent der Städte mit mehr als 25.000 Einwohnern sowie 70 Prozent der Autobahnen und Schnellstraßen versorgt werden.

Das öffentlich-rechtliche Radioprogramm RNE ist derzeit mit digitalem Radio in 15 spanischen Städten vertreten. Neben Radio Nacional, Radio 3 und Radio 5 gehören auch Radio Clásica und Ràdio 4 zum DAB+-Angebot.

WorldDAB begrüßt den Beschluss als wichtigen Schritt für die weitere Verbreitung von DAB+ in Spanien. Der internationale Branchenverband sieht darin auch Chancen für zusätzliche Funktionen wie das automatische Warnsystem ASA.

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