Medien & Medienpolitik
ZDF: "aspekte"-Literaturpreis 2026 geht an Valeria Gordeev
Valeria Gordeev, 1986 in Tübingen geboren, ist eine deutsche Schriftstellerin und Illustratorin. 2023 gewann sie mit Auszügen aus ihrem noch unfertigen Roman den Ingeborg-Bachmann-Preis.
Die Jury des "aspekte"-Literaturpreisesbegründet ihre Entscheidung wie folgt:
"Die beiden Geschwister Konstantin und Lada trennen 17 Jahre und viele Kilometer. Der Bruder experimentiert in einem geheimen Moskauer Forschungslabor an der lupenreinen Konservierung von Lenins Leichnam, die Schwester kämpft in Berlin mit der Sanierung ihrer unbewohnbar gewordenen Wohnung. Beide verbindet ihre Beziehung zu einem mysteriösen Patenonkel, einem russischen Oligarchen, der das Altern und letztlich auch das Sterben überlisten möchte. In der Tradition der russischen grotesken Literatur erzählt Valeria Gordeev mit überbordender Fabulierlust von den Stressmomenten unserer Gegenwart und vom Größenwahn, die Naturgesetze aushebeln zu wollen. Die Absurditäten von Krieg, Gewalt und Diktatur verwandeln sich in lebendige, schillernde, mitunter grotesk komische Literatur. Mit 'Die Zikade entschlüpft ihrer goldglänzenden Hülle' legt die Autorin ein außerordentlich bilderreiches, kaleidoskopartig erzähltes Debüt vor, das zu Recht mit dem 'aspekte'-Literaturpreis 2026 ausgezeichnet wird."
Zur aktuellen Jury des "aspekte"-Literaturpreises gehören Mara Delius (Die Welt), Christian Dunker (Geistesblüten, Berlin), Daniel Fiedler (ZDF), David Hugendick (DIE ZEIT) und Nicola Steiner (Literaturhaus Zürich).
Der "aspekte"-Literaturpreis des ZDF wird in diesem Jahr zum 48. Mal vergeben. www.zdf.de