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Unwirtschaftlich: Radio Blau bekommt UKW-Frequenzen gekündigt
Der Leipziger nicht-kommerzielle Lokalsender Radio Blau kämpft um den Weiterbetrieb auf drei UKW-Frequenzen. Der Betreiber des UKW-Sendenetzes, UPLINK, hat dem Sender zum 30. Juni 2026 die Nutzung der bisherigen Frequenzen vollständig gekündigt, da sich der Betrieb einer lediglich halbtägig genutzten Frequenz für ihn wirtschaftlich nicht mehr lohnt. Nachdem der langjährige Freqzenzmitbenutzer apollo radio auf UKW verzichtet und nur noch digital sendet, stehen die Frequenzen einen halben Tag lang leer und werden immer nur während der lizenzierten UKW-Sendezeiten von Radio Blau eingeschaltet.
Ein Rund-um-die Uhr-Betrieb von Radio Blau durch die Sächsische Landesmedienanstalt (SLM) wurde abgelehnt. Begründet wurde dies damit, dass nach § 5a des Sächsischen Privatrundfunkgesetzes (SächsPRG) eine zeitliche Ausweitung der analogen UKW-Verbreitung auf 24 Stunden täglich rechtlich unzulässig sei. UKW-Kapazitäten dürften demnach nur im bisherigen Umfang bestehender Zulassungen und ausschließlich zur Schließung technischer Versorgungslücken zugewiesen werden. Die SLM will, dass die Veranstalter von UKW auf DAB+ wechseln. Hier ist auch Radio Blau inzwischen rund um die Uhr hörbar.
Dennoch will der Lokalsender weiter auch auf UKW senden. Man wolle gegen den aktuellen Bescheid der SLM Widerspruch einlegen und noch in diesem Monat das Gespräch mit der Politik suchen. Wer den Erhalt der UKW-Frequenzen für freie Radios in Sachsen unterstützen möchte, könne sich auch an Landtagsabgeordnete sowie an die Landesmedienanstalt wenden.
Tue, 20. Jan 2026
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