• Weltfunkkonferenz: Studien sollen über Fortbestand von DVB-T2 HD und "Kulturfrequenzen"entscheiden
    Die Weltfunkkonferenz 2019 ist zu Ende. Obwohl der Mobilfunk gerne auch noch die verbliebenen Kanäle im UHF-Band für sich beansprucht hätte, konnte eine frühzeitige Vergabe der Rundfunk- und Kulturfrequenzen verhindert werden. Allerdings sollen bis zur nächsten Weltfunkkonferenz 2023 aufwändige Studien angefertigt werden. Diese sollen zeigen, wer die UHF-Frequenzen effektiver und effizienter nutzen kann: Kultur und Medien wie bisher oder der Mobilfunk. Ein bisheriger Kompromiss sieht vor, dass unter anderem der Rundfunk die Frequenzen bis 2030 behalten darf. Hierüber wird derzeit das digital-terrestrische Fernsehen DVB-T2 HD ausgestrahlt. Zudem nutzen Kultureinrichtungen die Kanäle beispielsweise für Drahtlos-Mikrofone.

    In Deutschland sinkt jedoch der Rückhalt: Die Große Koali­tion hatte in insge­samt vier Bundes­tags-Ausschüssen einen Antrag der FDP-Frak­tion zur Siche­rung der verblie­benen Frequenzen im UHF-Band für das Fern­sehen und die Kultur bis 2030 abge­lehnt. Wie aus dem Proto­koll des Ausschusses für Verkehr und digi­tale Infra­struktur hervor­geht, sehe vor allem die CDU-Frak­tion "eine brei­tere und effi­zien­tere Nutzung" der betrof­fenen Frequenzen in anderen Berei­chen außer­halb des Fern­sehens, vor allem durch den Mobil­funk und 5G: "Mögli­cher­weise gibt es bereits vor dem Jahr 2030 tech­nische Lösungen", welche das digital-terres­trische Fern­sehen und die digi­talen Produk­tions­mittel ersetzen und "auf der 5G-Technik basieren", heißt es.

    Die Initiative „SOS – Save Our Spectrum“ setzt sich vor allem für die Rettung der so genannten "Kulturfrequenzen" ein. Dabei handelt es sich zum Beispiel um Übertragungsfreqzuenzen für Drahtlos-Mikrofone in Theatern oder auf Veranstaltungen. "Alle müssen sich weiterhin dafür einsetzen, dass auf Dauer ausreichend und geeignete Kulturfrequenzen zur Verfügung stehen, sagt Dr. Jochen Zenthöfer, Sprecher der Initiative.


    Mon, 25. Nov 2019




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