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Neu in der ARD Mediathek: Lebenslinien-Porträt über den Gründer der Münchner Bildungseinrichtung "SchlaU"
Ein Lebenslinien-Porträt über den Gründer der Münchner Bildungseinrichtung "SchlaU" Michael Stenger, der seit Jahrzehnten für unbegleitete minderjährige Geflüchtete kämpft und ständig um Geld für "seine" Schule. Nach Koma und zwölf Operationen muss er entscheiden, wie viel er noch für sein Lebenswerk geben will.
Stand: 06.10.2026 |Bildnachweis
Michael im Klassenzimmer der SchlaU-Schule. | Bild: BR/Max Beck
Michael Stenger wächst im bayerischen Spessart auf. Zuerst noch schüchtern, entdeckt er als Teenager sein Redetalent. Als Student reist er nach Griechenland – eine Zeit, die seinen weiteren Lebensweg prägen wird: Zurück in Deutschland wird er politisch aktiv, gibt Sprachkurse, demonstriert gegen Rassismus, engagiert sich für Geflüchtete und nimmt dabei auch Morddrohungen in Kauf.
Im Jahr 2000 gründen er und seine Mitstreiter eine Schule für unbegleitete minderjährige Geflüchtete, junge Menschen, die damals keinen Zugang zum bayerischen Schulsystem haben. Michael wird Schulleiter und Geschäftsführer und kümmert sich Jahrzehnte lang darum, die finanziellen Mittel der Schule zu sichern. Für seine Arbeit erhält Michael bedeutende Auszeichnungen: 2014 bekommt er den Bambi für Integration, 2016 das Bundesverdienstkreuz am Bande. Seine Schülerinnen und Schüler sollen wissen, dass sie sich auf ihn verlassen können. Für viele von ihnen wird die Schule zu einer Ersatzfamilie, Michael zum "Papa". Gleichzeitig bleibt ihm wenig Zeit für seinen eigenen Sohn.
Schließlich fordert ihn sein unermüdlicher Einsatz körperlich, und er erleidet einen Herzinfarkt. Nach einem weiteren Krankenhausaufenthalt steht Michael wieder vor der Frage, wie weit er für sein Lebenswerk gehen will.
Das Porträt steht ab Donnerstag, 8. Oktober 2026 in der ARD Mediathek bereit. www.ard.de
Wed, 07. Oct 2026
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