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Schweiz: Chef von Radio Top hält Fortbestand von UKW für Fehler
Der Winterthurer Medienunternehmer Günter Heuberger und Chef der Mediengruppe "Top" (Radio/Fernsehen) hält das Festhalten am Verbreitungsweg UKW in der Schweiz angesichts stark rückläufiger Werbeeinnahmen für einen Fehler. "Wir wären froh gewesen, der Bund hätte UKW tatsächlich abgeschaltet", sagte er dem Tagesanzeiger. Die analoge Verbreitung, für deren Beibehaltung vor allem Radiopionier Roger Schawinski gekämpft hat, sei für die Radios richtig teuer, sagt Heuberger.
"Die durch die UKW-Abschaltung gesparten Millionen könnten besser in den Journalismus zur Erfüllung des regionalen Service public investiert werden," sagt Heuberger. Ein kompletter Ausstieg im Alleingang ist aber nicht möglich, solange die Konkurrenten auf UKW weitersenden.
Roger Schawinski wiederum lancierte Anfang Woche einen Appell: Die Medien seien in einer lebensbedrohlichen Krise, die Werbeeinnahmen in 16 Jahren um 80 Prozent gesunken, schreibt er in einem Gastbeitrag in der NZZ. Damit werde das journalistische Angebot ausgedünnt. Kantone, Städte und Stiftungen müssten die Branche mit einer Finanzspritze retten.
Wed, 20. May 2026
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