• Neu bei ARD Sounds: "Tschernobyl. Die Katastrophe und wir"
    Vier Jahrzehnte nach der Explosion im Atomkraftwerk von Tschernobyl erzählt der dokumentarische Storytelling-Podcast "Tschernobyl. Die Katastrophe und wir" von einem Ereignis, das die Welt verändert hat. In fünf Folgen rekonstruiert die Serie nicht nur die historischen Abläufe, sondern blickt vor allem auf menschliche Schicksale hinter dem Unglück: Was hat diese Katastrophe mit den Menschen in Ost und West gemacht? Host Judith Rubatscher führt durch die Folgen und ordnet die Geschehnisse historisch und politisch ein.

    "Tschernobyl. Die Katastrophe und wir" ist seit 14. April 2026, eineinhalb Wochen vor dem Jahrestag der Katastrophe, in ARD Sounds verfügbar.

    Da ist Anatolii, aufgewachsen in einem kleinen Ort in der Ukraine. Kurz nach der Explosion wird er von Funktionären der Sowjetunion rekrutiert und direkt in das verstrahlte Gebiet geschickt. Ohne ausreichenden Schutz soll er als sogenannter Liquidator helfen, die Katastrophe einzudämmen - mitten im zerstörten Reaktor findet sein Einsatz statt. Was hat die Strahlung mit ihm gemacht?

    Zur gleichen Zeit ist Monika aus der Bundesrepublik in der Umweltbewegung aktiv. Aus politischer Überzeugung fährt sie nach der Reaktorkatastrophe nach Wackersdorf, wo sie gegen eine geplante Wiederaufarbeitungsanlage von Atommüll protestieren will. Sie reist ausgerechnet Pfingsten 1986 zu den Protesten, als die Lage zwischen Demonstrierenden und Polizei eskaliert.

    Und da ist Ulrike aus der DDR, Mutter von zwei Kindern und hochschwanger. Im Westfernsehen erfährt sie von der Explosion und plötzlich wird jeder Alltagsschritt zur Gewissensfrage: Darf sie ihre Kinder draußen spielen lassen? Ist die Milch noch trinkbar? Als sie hört, dass belastete Lebensmittel aus dem Westen in den Osten gelangen, wächst ihre Sorge, doch offener Protest ist in der DDR gefährlich. Also berät sie sich heimlich mit einer Frauengruppe im Untergrund.

    Host Judith Rubatscher hat selbst eine persönliche Verbindung zur Katastrophe, denn als sie Kind war, wurde ein Junge aus Belarus zur Erholung von der Strahlenbelastung zu ihrer Familie geschickt. Diese Begegnung hat sie nachhaltig beeinflusst und ihr gezeigt, wie sehr Biografien durch Tschernobyl geprägt wurden.

    "Tschernobyl. Die Katastrophe und wird" (Autorinnen und Autoren: Sarah Fischbacher, Meret Reh, Philip Syvarth und Judith Rubatscher) ist eine Produktion von Plotprodukt für Radio Bremen (Redaktion Tobias Nagorny) und WDR für ARD Sounds 2026.


    Thu, 16. Apr 2026




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