• DAB+-Multiplexe: Schwierigkeiten bei der Frequenzsuche
    Aktuell streben mehrere Bundesländer Privatradio-Ensembles im terrestrischen Digitalradio DAB+ an. Dabei tritt aber mittlerweile ein echtes Problem auf: Neue Kanäle sind immer schwerer koordinierbar, da entweder die ARD-Anstalten die Kapazitäten reserviert haben, beziehungsweise selbst nutzen oder Nachbarländer, auch im Ausland, die Kanäle "weggeschnappt" haben. "Hier rächt sich die langjährige Blockadepolitik in Sachen DAB+ vor allem beim Privatfunk", hieß es dazu auf dem gestrigen Digitalradiotag. Da von den Landesmedienanstalten keine Kapazitäten bei der Bundesnetzagentur abgerufen wurden, sind viele Kanäle aus dem Wiesbadener Wellenplan aktuell nicht mehr nutzbar. Einen Bestandsschutz gab es hier nie.

    Probleme mit der Frequenzkoordinierung gebe es vor allem in NRW, wo der Bedarf mit mehreren Nacharländern abgestimmt werden muss. Aber auch in Thüringen kann man möglicherweise nicht mehr auf die ursprünglichen Wunschkanäle, die auch eine Regionalisierung erlaubt hätten, zurückgreifen.

    Offen kritisiert wurde auch das Verhalten der Bundesnetzagentur, die bei grenznahen Standorten eine "Überstrahlungsvereinbarung" zwischen Bundesländern verlangt. Ohne diese können Sender nicht oder kaum in Nachbarländer einstrahlen. Betroffen sei unter anderem der Sendestandort Brocken im Harz. Die Nordländer Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern hatten sich im Mai auf eine gegenseitige Überstrahlung per Vertrag geeinigt.


    Tue, 10. Sep 2019




SatelliFax jetzt Gratis!
  anmelden
  abmelden






SatelliFax-Feeds für Ihre Website und RSS-Feeds

   SatelliFax