• Niedersachsen: Landtag stimmt einstimmig für Aus von DAB+
    Der niedersächsische Landtag hat heute einstimmig für eine Beendigung des Digitalradios DAB+ gestimmt. Alle Fraktionen sind sich einig, dass Radio auch in den nächsten Jahren und Jahrzehnten weiter vorwiegend über UKW gehört werde. Der Vertreter der SPD äußerte zudem, dass DAB+ "technisch nicht funktioniere" und viele wieder auf UKW zurückgeschwenkt seien. Die Doppelausstrahlung schwäche zudem die regionalen Hörfunkveranstalter in finanzieller Hinsicht und gefährde vor allem kleinere Anbieter. Man sei froh, dass man sich gegen einen UKW-Abschalttermin ausgesprochen habe und verweist auf "katastrophale Hörerverluste" in Norwegen.

    Mitglieder aller Fraktionen sind sich einig, dass DAB+ eine unnötige Übergangstechnologie sei, da sich mittelfristig das Internetradio durchsetzen werde.

    Niedersachsen hat damit eindrucksvoll bestätigt, warum Deutschland beim Thema Digitalsierung anderen Ländern hinterherhinkt. Leidtragende sind die Radiohörer im norddeutschen Land, denen ein Zugang zu einem vielfältigeren Radioangebot verwehrt bleibt. Ihnen kann man nur den Wechsel vom eintönigen Radio zu neuen digitalen Möglichkeiten wie Musikstreaming oder Podcasts empfehlen. Und zur vielfältigen Welt des von allen so gefeierten Internetradios, das tatsächlich über 100.000 Radiosender aus aller Welt liefert, so dass man auf regionale Angebote nicht mehr angewiesen ist.


    Wed, 19. Jun 2019




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