• DAB+ in Großbritannien: Regierung will digitales Radio weiter fördern
    2020 könnte ein weiteres Jahr voller Meilensteine für das Digitalradio DAB/DAB+ in Großbritannien werden. Das berichtet das Digitalradio Bürp Deutschland unter Verweis auf die britische Website radioworld.com. Der Anteil am digitalen Hören wird voraussichtlich auf über 60 Prozent des gesamten Radiohörens ansteigen. Das Wachstum wird durch den kontinuierlichen Ausbau der nationalen privaten Anbieter vorangetrieben. 2019 starteten alleine neun neue nationale digitale Programme über DAB/DAB+.

    Am 23. Dezember veröffentlichte das Ministerium für Digitales, Kultur, Medien und Sport ein Konsultationspapier zur analogen Lizenzerneuerung und bestätigt dabei die staatliche Unterstützung für digitales Radio sowie die Absicht, den Fortschritt aufrechtzuerhalten.

    Die analogen Lizenzen für nationale und lokale kommerzielle Sender laufen 2022 aus. Die britische Regierung erkennt an, dass es „wenig Aussicht auf eine Analogabschaltung vor Mitte der 20er Jahre“ gebe. Daher will sie Maßnahmen ergreifen, um die anhaltende Stabilität des kommerziellen Radiosektors und das weitere Wachstum des Digitalfunks zu unterstützen.

    Das Positionspapier hebt die Entwicklung eines „wettbewerbsfähigen DAB-Netzes“ hervor, das von fast 66 Prozent der Erwachsenen genutzt wird. Außerdem thematisiert es den Ausbau der nationalen und lokalen DAB/DAB+ Abdeckung, die Einführung neuer Dienste sowie die Ausstattung von DAB/DAB+ in Neuwagen. Das starke Wachstum in diesem Sektor beschert dem digitalen Hören einen Gesamtanteil von inzwischen fast 57 Prozent. Die analoge Übertragung spiele jedoch immer noch eine wichtige Rolle, da mehr als 40 Prozent des Radiohörens darauf entfielen. Vor allem lokale Radiostationen hätten noch mehrheitlich analoge Hörer.

    Die britische Regierung hat nun mehrere Optionen vorgeschlagen, um Analog-Hörer nicht zu verprellen und gleichzeitig das Digitalradio zu stärken. Die Vorschläge reichen von der Vermietung analoger Lizenzen an Drittanbieter bis hin zur Verlängerung der Lizenzen um fünf bis acht Jahre. Die Regierung lehnt einen „Do Nothing“-Ansatz ab, da sie die Stabilität des kommerziellen Radios und die Anreize zur Unterstützung der Weiterentwicklung von DAB/DAB+ im Vereinigten Königreich aufrechterhalten will.

    Als mögliche Option wird auch die Einführung neuer lokaler Kleinmultiplexe (Small Scale DAB/DAB+) in Betracht gezogen. Diese will die Medienaufsicht Ofcom im Laufe des Jahres Jahr 2020 in Großbritannien lizenzieren. Dadurch wird der Umstieg auf DAB/DAB+ vor allem für Lokalsender befördert.

    Bis 21. Februar können Industrie und Stakeholder auf die Vorschläge antworten.


    Fri, 17. Jan 2020




SatelliFax jetzt Gratis!
  anmelden
  abmelden






SatelliFax-Feeds für Ihre Website und RSS-Feeds

   SatelliFax