• Berlin: Gastspiel fremder ARD-Anstalten über DAB+ bald beendet?
    In Berlin könnte das Gastspiel fremder ARD-Anstalten im Digitalradio DAB+ bald der Vergangenheit angehören. Im Rahmen eines Testbetriebs wurden in den vergangenen Jahren Programme von SWR, WDR, BR und MDR in den Multiplexen des rbb (Kanal 7D) und Media Broadcast (Kanal 7B) verbreitet. Offiziell erlaubt der Rundfunkstaatsvertrag eine solche terrestrische Verbreitung außerhalb des gesetzlich definierten Sendegebietes nicht, sie wurde jedoch geduldet, mit der Begründung, dass es sich lediglich um einen Betriebsversuch handele.

    Nach Informationen von SatelliFax will der rbb 2018 eine neue Antenne am Standort Scholzplatz in Betrieb nehmen, die statt wie bisher horizontal dann vertikal ausstrahlt. Gleichzeitig soll dann auf den Kanal 10B gewechselt werden. Über diesen werden an den Standorten Pritzwalk, Cottbus und Frankfurt/Oder in Brandenburg bereits die Programme des rbb ausgestrahlt, der Berliner Sender soll im Gleichwellenbetrieb hinzu geschaltet werden, zusammen mit weiteren Sendern an den Standorten Calau und Casekow.

    Voraussichtlich noch im Januar will die Medienanstalt Berlin-Brandenburg (mabb) zudem über die ausgeschriebenen Kapazitäten für den Privatfunk beraten und die Lizenzen vergeben. Damit endet gleichzeitig der fast sechsjährige Testbetrieb. Nach bisherigen Plänen soll es zwei Muxe geben - neben dem bisherigen für Berlin (Kanal 7B) einen für Berlin und Brandenburg (Kanal 12D).

    Wer die Hörfunkprogramme fremder ARD-Anstalten weiter in Berlin hören will, kann dies über Satellit, Kabel oder Internet tun. Im Vergleich zu DAB+ gibt es die beschriebenen Restriktionen bei den anderen digitalen Verbreitungswegen nicht.


    Thu, 11. Jan 2018




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