• UKW im Kabel steht vor dem Aus in Deutschland
    W├Ąhrend es ├╝ber Antenne noch l├Ąnger dauert, k├Ânnte das Ende der analogen Kabel-UKW-├ťbertragung schon in naher Zukunft Realit├Ąt werden. Das berichtet das Telekommunikationsportal teltarif.de. Hintergrund: Mit der Technik DOCSIS 3.1 k├Ânnten beim Kabel-Internet Datenraten bis hin zum zweistelligen Gigabit-Bereich erreicht werden. Doch sowohl f├╝r den h├Âheren Down-, als auch f├╝r den Upstream brauchen die Kabelnetzbetreiber zus├Ątzliche Frequenzen f├╝r die Internetdaten.

    Derzeit verwenden die Kabelnetzbetreiber bei DOCSIS 3 den Frequenzbereich zwischen 5 und 85 MHz. DOCSIS 3.1 sehe laut teltarif.de vor, dass der Frequenzbereich zwischen 5 und 204 MHz f├╝r den Upstream genutzt werden kann. Das bedeutet, dass die UKW-Frequenzen mitten in diesem Bereich liegen. Die einfachste M├Âglichkeit, das Problem zu l├Âsen, sei laut Dipl.-Ing. Ulrich Freyer, Analyst f├╝r Medientechnik, der zwischen 1988 und 2007 technischer Leiter der Landesmedienanstalt in Nordrhein-Westfalen war, die Abschaltung der UKW-Radios im Kabel. Als Alternative k├Ânne die Industrie DVB-C-Radios f├╝rs Kabel entwickeln, alternativ k├Ânne auch der Digitalfunk DAB+ im Kabel ├╝bertragen werden, aber nur wenn die Kabelnetzbetreiber auf die oberen DOCSIS 3.1-Frequenzen verzichten. Denn aufgrund der Filterflanken w├╝rde nach Einf├╝hrung des gesamten vorgesehenen DOCSIS 3.1-Spektrums nur der halbe Kanal 13 f├╝r DAB+ zur Verf├╝gung stehen, was maximal f├╝r knapp 30 H├Ârfunkprogramme ausreichen w├╝rde.

    Der neue Standard DOCSIS 3.1 k├Ânnte aber auch erhebliche St├Ârungen bei der analogen UKW-├ťbertragung verursachen, denn viele Kabelnetze sind undicht. Das ├Ąu├čerst sich heutzutage dadurch, dass analoge Kabel-UKW-Programme aufgrund von Lecks auch terrestrisch ├╝bertragen werden und beispielsweise auf bis zu 100 Metern L├Ąnge im Autoradio zu h├Âren sind. Durch DOCSIS 3.1 k├Ânnte k├╝nftig im Bereich von Kabellecks ein Rauschbrei im UKW-Band das Resultat sein, auch Ortssender k├Ânnten nicht mehr empfangbar sein.


    Thu, 17. Mar 2016




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